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Gewählte Publikation:

Krinner, L.
Retrospektive Auswertung der Gerichtsverfahren bei Verdacht auf schwere Kindesmisshandlung mit und ohne Todesfolge vor Vollendung des 1. Lebensjahres in Österreich
Humanmedizin; [ Diplomarbeit ] Medizinische Universität Graz; 2025. pp. 75 [OPEN ACCESS]
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Autor*innen der Med Uni Graz:
Betreuer*innen:
Arneitz Christoph
Schalamon Johannes
Altmetrics:

Abstract:
Einleitung: Kindesmisshandlung im Säuglingsalter stellt ein gravierendes medizinisches, gesellschaftliches und juristisches Problem dar. Säuglinge sind aufgrund ihres Alters und ihrer völligen Abhängigkeit besonders vulnerabel gegenüber Gewalt und Vernachlässigung. Im Vergleich zu allgemeinen Strafverfahren (bei Erwachsenen ≥14 Jahre) zeigte sich eine signifikant niedrigere Verurteilungsrate bei Säuglingen (35,9% vs. 46,5%, Chi-Quadrat-Test p<0,001). Ziel dieser Arbeit war es, anhand österreichischer Daten des Justizministeriums, das Verhältnis zwischen Anklagen und Verurteilungen bei Misshandlungsfällen mit und ohne Todesfolge im ersten Lebensjahr zu analysieren. Zudem wurden Deliktarten, regionale Verteilung und gerichtliche Erledigungsformen untersucht und mit Daten erwachsener Opfer verglichen, um Muster und mögliche Schwachstellen in der Aufarbeitung solcher Fälle aufzuzeigen.

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