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Gewählte Publikation:

Riegler, M.
Alterskorrelierte Evaluation der UV-Licht getriggerten Aktinischen Elastose
Humanmedizin; [ Diplomarbeit/Master Thesis (UNI) ] Graz Medical University; 2018. pp.113. [OPEN ACCESS]
FullText

 

Autor/innen der Med Uni Graz:
BetreuerInnen:
Kopera Daisy
Mannweiler Sebastian
Altmetrics:

Abstract:
Hintergrund: Die aktinische Elastose ist ein Phänomen der extrinsischen Hautalterung, das eine Schädigung der Dermis auf Grund jahrelanger UV-Exposition darstellt. Mikroskopisch zeigt sich eine Ansammlung von degradierten elastischen Fasern, die eine amorphe Masse direkt unterhalb der Epidermis bilden. Klinisch äußert sich die Aktinische Elastose als tiefe Faltenbildung, lederartig verdickte Haut oder z.B. aktinischen Komedonen. Hautstellen, welche nicht der Sonne ausgesetzt sind, also intrinsisch gealterte Haut, weisen kaum ausgeprägte Falten, weniger Elastizitätsverlust und keine Pigmentveränderungen auf. Somit kann angenommen werden, dass adäquater UV-Schutz, einen großen Effekt gegen frühzeitige Hautalterung erzielen können. Ziele: Ob die Annahme, dass nicht lichtexponierte Haut weniger Schäden der elastischen Fasern aufweist, als richtig gewertet werden kann, soll durch diese Studie zur UV-Licht getriggerten Aktinischen Elastose verifiziert werden. Es werden lichtexponierte und nicht lichtexponierte Hautproben miteinander verglichen. Da junge Haut (<25 Jahre) mit gealterter Haut (> 80 Jahre) verglichen wird, ist es möglich den kumulativen Effekt von UV-Licht aufzuzeigen und daraus Rückschlüsse zu ziehen, dass adäquater Sonnenschutz eine sinnvolle Methode ist, um die Aktinische Elastose zu verhindern. Methoden: In der prospektiven Beobachtungsstudie wurden Proben von sowohl männlichen als auch weiblichen Verstorbenen vom Hauttyp I-III nach Fitzpatrick mit vier mm Hautstanzbiopsien entnommen. Gruppe A unter 25 Jahre alt, Gruppe B über 80 Jahre alt und Gruppe C waren Feten (unter null). Entnommen wurden jeweils zwei Hautstanzbiopsien eine vom Hals vier cm distal des Ohrläppchens (lichtexponiert) und die andere gluteal (nicht lichtexponiert). Die Biopsien wurden mit HE und Elastica van Giesen gefärbt. Die Befundung erfolgte mit dem Lichtmikroskop. Die Aktnische Elastose wurde jeweils an der dicksten Stelle vermessen. Ergebnisse: In Gruppe A und in Gruppe C konnte weder am Hals, noch im Bereich des Gesäßes eine aktinische Schädigung der elastischen Fasern festgestellt werden. In Gruppe B zeigte sich im lichtexponierten Areal am Hals eine deutliche Schädigung von durchschnittlich 0,72 mm. In der nichtlichtexponierten Gesäßregion konnte eine durchschnittliche AE von 0,01 mm errechnet werden sowie eine diffus verteilte Verklumpung von elastischen Fasern im Sinne einer senilen Elastose. Die AE am Hals ist statistisch signifikant stärker ausgeprägt als gluteal. Es konnte auch eine starke Korrelation zwischen AE und Alter festgestellt werden Die AE wurde nach der Messung und statistischen Auswertung in vier Grade eingeteilt. Die Entwicklung dieses neuen Scores objektiviert die Beurteilung und Klassifizierung der AE in die einzelne Grade. Conclusio: Um die AE zu verhindern, nimmt der Schutz vor UV-Strahlen einen großen Stellenwert ein. Die Studie beweist, dass weniger lichtexponierte Haut von der Degeneration der elastischen Fasern nicht betroffen ist. Die Literaturrecherche zeigte außerdem, dass präventive Maßnahmen die Regenerationsfähigkeit der Haut verbessern und somit die AE verhindert werden kann.

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