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Gewählte Publikation:

Schantl, E.
Medikamentenverblisterung, Auswirkungen für PatientInnen in der Akutversorgung
Masterstudium; Gesundheits- und Pflegewissenschaft; [ Masterarbeit ] Graz Medical University; 2016. pp. 58 [OPEN ACCESS]
FullText

 

Autor/innen der Med Uni Graz:
BetreuerInnen:
Lohrmann Christa
Altmetrics:

Abstract:
Hintergrund: Das Medikamentenmanagement mitsamt des Risikos der Medikamentenfehler verursacht häufig diskutierte Probleme in der Akutversorgung von PatientInnen. Verschiedene Arten der Medikamentenfehler können in allen Ebenen der Therapie entstehen und von allen am Prozess beteiligten Personen verursacht werden. Die bestehende Literatur beschreibt die Medikamentenverblisterung als alternative Methode zum händischen Vorbereiten der Medikamente durch die Pflegepersonen. Ziel: Ziel ist es darzulegen, ob die Medikamentenverblisterung das Entstehen von Medikamentenfehlern und die Compliance der PatientInnen in der akutstationären Versorgung beeinflusst? Methode: Im April 2016 ist eine Literaturrecherche in den Datenbanken PubMed und Ovid durchgeführt worden. Zusätzlich gab es eine Handsuche mittels der Referenzlisten der eingeschlossenen Artikel. Ergebnisse: Laut Stichtenoth (2011) entstehen beim Vorbereiten von Medikamenten vermeidbare Medikamentenfehler. Mögliche Ursachen und Folgen von Medikamentenfehlern werden in dieser Masterthesis diskutiert. Individuell für PatientInnen im Krankenhaus angefertigte Medikamentenblister, welche entweder manuell durch ApothekerInnen gestellt oder industriell verblistert werden können, weisen laut Buchinger (2012) ein niedrigeres Fehlerrisiko und somit eine verbesserte Versorgung der PatientInnnen auf. Ein Vorteil der Medikamentenverblisterung für PatientInnen in der Akutversorgung ist die Verbesserung der Compliance. Durch das Auslagern des Medikamentenmanagements vom Akutbereich kann die Arbeitsbelastung für Pflegepersonen verringert werden und es kommt zu Zeitersparnissen (Buchinger 2012). Die Medikamentenverblisterung bringt laut Wille & Wolff (2006) für PatientInnen im akutstationären Bereich keine finanziellen Nachteile mit sich. Schlussfolgerung: Die Medikamentenverblisterung kann Auswirkungen auf PatientInnen und Pflegepersonen im Akutbereich haben. Im akuten Versorgungsbereich könnte die Verblisterung von Medikamenten bei PatientInnen, welche unbeabsichtigt ihre Medikamente nicht gemäß der Therapie einnehmen, zu einer Verbesserung der Compliance führen. Für Pflegepersonen führt die Auslagerung des Medikamentenmanagements sowohl zur Arbeitsentlastung, als auch zu Zeitersparnissen. Diese Zeitersparnisse der Pflegepersonen könnten den PatientInnen zu Gute kommen.

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