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Gewählte Publikation:

Muggi, A.
Belastende Faktoren im Lehrerberuf allgemein und der Gesundheits- und Krankenpflege Mögliche Folgen belastender Faktoren und Interventionsansätze zur Bewältigung dieser
Masterstudium; Gesundheits- und Pflegewissenschaft; [ Masterarbeit ] Medical University of Graz; 2014. pp. 96 [OPEN ACCESS]
FullText

 

Autor/innen der Med Uni Graz:
BetreuerInnen:
Lohrmann Christa
Altmetrics:

Abstract:
Ziel dieser Arbeit ist es, anhand einer Literaturrecherche herauszufinden, mit welchen belastenden Faktoren der Beruf einer Lehrerin / eines Lehrers an allgemeinen Schulen sowie an Gesundheits- und Krankenpflegeschulen einhergehen kann. Des Weiteren sollen in dieser Arbeit die aus dieser Belastung resultierenden Fol-gen auf die Gesundheit herausgearbeitet werden. Zum Schluss werden aktuelle Strategien bzw. Entlastungsmöglichkeiten vorgestellt. In der Literatur zeigte sich, dass „schwierige“ Schülerinnen und Schüler, Disziplinlosigkeit, fehlende Lernmotivation und Leistungsbereitschaft, die Klassengröße sowie die hohe Anzahl an Pflichtstunden die häufigsten Ursachen waren, wodurch sich Lehrerinnen und Lehrer belastet fühlen (Schaarschmidt 2004). Sozial- kommunikative Anforderungen wie Interaktion mit Kolleginnen und Kollegen, Schulleitung, Eltern und physikalische Stressoren wie Lärm strapazieren die Belastungsverarbeitung auf Dauer sehr und nehmen über eine längere Zeitspanne die physische und die psychische Gesundheit sehr in Anspruch (Schmitz 2004). Die drei in der Arbeit dargestellten Präventionsprogramme „AGIL“, „Schulsupport“ und das Potsdamer Trainingsmodell ergeben ein sehr differenziertes Bild über mögliche Bewältigungsstrategien. Die Wissenschaftlichkeit der Präventionsprogramme, welche sowohl Verhaltensprävention als auch Verhältnisprävention berücksichti-gen ist gegeben, die gewünschte Wirksamkeit der darauffolgenden Evaluations-studien ist jedoch nicht vorhanden. Die bearbeiteten Möglichkeiten zur Verminderung der Belastung bei Lehrerinnen und Lehrer zeigen, dass Vorschläge zur Veränderung nicht getrennt voneinan-der umgesetzt werden sollen und können. Alle Ebenen von Schülerschaft über Lehrpersonal, Vorgesetzte, Schulorganisation etc. müssen an der Veränderung teilnehmen. Angeführte Trainingsprogramme müssen vermehrt in den Schul-alltag involviert werden und eine Kompetenzstärkung bei Lehrerinnen und Lehrern hervorrufen. Dadurch kann man Stress entgegenwirken und Lehrkräfte können sich selbst dazu befähigen, eigene Ressourcen zu stärken.

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