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Gewählte Publikation:

Waessle, E.
Welche pflegerischen Präventionsmaßnahmen gegen Malnutrition gibt es für Demenzkranke in Alten- und Pflegeheimen?
[ Bachelorarbeit ] Medical University of Graz; 2009. pp.36 [OPEN ACCESS]
FullText

 

Autor/innen der Med Uni Graz:
BetreuerInnen:
Lohrmann Christa
Altmetrics:

Abstract:
Die Versorgung einer immer schneller zunehmenden Anzahl demenzkranker Menschen stellt eine große Herausforderung für die Gesellschaft dar. Oft sehen sich pflegende Angehörige im Verlauf der dementiellen Erkrankung eines Familienmitglieds gezwungen, die Pflege einem Alten- oder Pflegeheim zu übertragen. Ein wesentlicher Aspekt und häufiges Problem des Heimpersonals bei der Betreuung von Demenzkranken ist die Ernährung. Aufgrund des Krankheitsbildes haben demenzkranke BewohnerInnen ein Risiko für Malnutrition. Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, welche pflegerischen Präventionsmaßnahmen es für Demenzkranke in Alten- und Pflegeheimen gegen Malnutrition gibt. In 4 Online-Datenbanken wurden passende Artikel gesucht. 8 ausgewählte Forschungsartikel bilden die Grundlage der Arbeit. Sie werden anhand eines Leitfadens einzeln bewertet. Auf Grundlage der Interventionen die die Studien untersuchen, konnten 3 Kategorien gebildet werden. Personalschulungen, Modifikation der Nahrung und Identifikation von Risikofaktoren sind die Überbegriffe der Untersuchungsmaßnahmen. Personalschulungen erscheinen nicht effektiv bei der Prävention von Malnutrition zu sein. Das Personal profitiert nachweislich, nicht aber die zu betreuenden BewohnerInnen. Nahrungsmodifikationen können für ausgewählte Personengruppen nützlich sein, für andere Personen ist ebendiese Intervention unwirksam und mitunter schädlich. Zur Erkennung von Risikofaktoren für Malnutrition ist ein Ernährungsassessment sinnvoll. Trotz der eingeschränkten Literaturrecherche können vorsichtige Empfehlungen für die Pflegepraxis gegeben werden. Ein kohlenhydratreiches Abendessen anstatt der üblichen Kost ist für die Prävention von Malnutrition bei Demenzkranken geeignet. Ein Ernährungsassessment ist uneingeschränkt für alle dementen BewohnerInnen zu empfehlen. Die gewonnenen Informationen bilden die Grundlage für konkrete Präventionsmaßnahmen. Zudem ist die Umstellung der Speisendarbietung auf ein cafeteriaähnliches System vorteilhaft. Im Vergleich zu einem Tablettsystem birgt es Potentiale bei der Prävention von Malnutrition.

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