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Gewählte Publikation:

Gessl, M.
Wie erfolgt die Sturzprävention bei Demenzerkrankten über 65 Jahren in Pflegeheimen?
[ Bachelorarbeit ] Medical University of Graz; 2009. pp.43

 

Autor/innen der Med Uni Graz:
BetreuerInnen:
Lohrmann Christa
Altmetrics:

Abstract:
Hintergrund: 821 Personen starben im Jahr 2007 in Folge von Stürzen in Österreich (Statistik Austria 2008). Von diesen war der Anteil der über 65-jährigen mit insgesamt 626 Männern und Frauen im Jahr 2007 hoch (Statistik Austria 2008). Eine weitere Risikogruppe ergibt sich aus jenen Menschen, welche an Demenz leiden. Wegen geringerer Gehirnleistung ebendieser Patienten/Patientinnen, sind deren Fähigkeiten bezüglich des Einschätzungsvermögens gemindert. Ausrutschen und Stolpern sind die Folge. Becker et al (2006) und Tideiksaar (2008) zufolge stürzen jährlich 50% aller Bewohner/Bewohnerinnen deutscher Pflegeheime. Bei über 40% handelt es sich sogar um Mehrfachstürze. Der Prozentsatz jener Stürze, die ärztlich abgeklärt werden, beläuft sich laut Literatur auf 10% bis 20% (Becker et al 2006; Tideiksaar 2008). Ziel: Ziel dieser Arbeit war es, im Zuge einer Literaturrecherche vorhandene Interventionsmöglichkeiten, bezüglich Sturzprävention bei Demenzkranken über 65 Jahren in Pflegeheimen, für die Praxis aufzuzeigen. Methode: Im Zuge der Literatrurecherche wurden die Datenbanken ACP Journal Club, Cinahl, Cochrane Library, Embase, Pascal Biomed und Pubmed verwendet. Die gefundenen Abstracts wurden kritisch bewertet und auf die relevantesten Artikel für die vorliegende Arbeit beschränkt. Ergebnisse: Gefunden wurden 68 Abstracts. Nach der ersten Grobauswahl waren es noch 15. Diese wurden durch kritische Beurteilung auf 6 reduziert. Es handelt sich hierbei um drei quantitative Studien, einer qualitativen Studie sowie zwei Reviews. Schlussfolgerung: Zum Vorschein kamen Artikel, welche Risikofaktoren sowie Interventionen identifizierten. Wenige Einzelinterventionen schienen effektiv zu sein, im Gegensatz zu vielseitigen/multidisziplinären Interventionen. Empfehlung: Interventionen sollten Individuell an den Bewohner/die Bewohnerin angepasst sein, aber auf vielseitigen/multidisziplinären Ansatz basieren.

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