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Gewählte Publikation:

Ranftl, V.
Vorhersage von Kurzzeitmorbidität von peripher muskulären Gewebssättigungen bei reifen Neugeborenen und Frühgeborenen
[ Diplomarbeit ] Graz Medical University; 2012. pp. 86 [OPEN ACCESS]
FullText

 

Autor*innen der Med Uni Graz:
Betreuer*innen:
Pichler Gerhard
Urlesberger Berndt
Altmetrics:

Abstract:
Fragestellung: Ziel der vorliegenden Arbeit war es zu untersuchen, ob anhand der bei reifen Neugeborenen und Frühgeborenen mittels peripher muskulärer Nahinfrarotspektroskopie (NIRS) gemessenen Parameter, eine Vorhersage hinsichtlich der kardiozirkulatorischen und respiratorischen Kurzzeitmorbidität gemacht werden kann. Methoden: Peripher muskuläre NIRS Messungen sowie klinische Parameter von Neu- und Frühgeborenen wurden retrospektiv erhoben. Die NIRS Messungen der Konzentrationsänderungen von oxygeniertem Hämoglobin (HbO2), deoxygeniertem Hämoglobin (Hb) sowie dem gesamten Hämoglobin (HbTot) und des tissue oxygenation index (TOI) waren mit einem NIRO 300 (Hamamatsu Photonics, Japan) durchgeführt worden. Dazu waren Optoden am Unterschenkel der Neugeborenen angebracht worden. Mit Hilfe einer venösen Okklusion waren zusätzlich das Sauerstoffangebot (DO2), der Sauerstoffverbrauch (VO2), die Sauerstoffextraktion (FOE) und die venöse Sauerstoffsättigung (SvO2) berechnet worden. Früh- und Neugeborene, welche kardiozirkulatorische Unterstützung bekamen, wurden mit Früh- und Neugeborenen ohne kardiozirkulatorischer Unterstützung nach Gestationsalter und Geburtsgewicht gepaart und verglichen. In den Gruppen der Früh- und reifen Neugeborenen wurden mögliche Abhängigkeiten zwischen den erhobenen NIRS Messergebnissen und klinischen Parametern wie Blutdruck (RR MAD min), Herzfrequenz (HF max), arterielle Sättigung (SaO2 min), CO2 max, Hämatokrit (HKT min) und Sauerstoffbedarf (FiO2) desselben und des darauffolgenden Tages mittels Regressionsanalysen berechnet. Resultate: Insgesamt wurden 79 Neugeborene in die Studie inkludiert: 54 Frühgeborene und 25 reife Neugeborene. Von diesen wurden sieben Kinder mit kardiozirkulatorischer Unterstützung mit sieben Kindern ohne (n=7) kardiozirkulatorischer Unterstützung verglichen. Diese beiden Gruppen unterschieden sich in RR MAD min, SaO2 und CO2. Die beiden Gruppen unterschieden sich aber nicht in den gemessenen NIRS Parametern. Die Regressionsanalysen in den Gesamtgruppen der Reifgeborenen und Frühgeborenen ergaben keine signifikanten Abhängigkeiten, mit Ausnahme von TOI mit FiO2 des darauffolgenden Tages in der Gruppe der Frühgeborenen. Schlussfolgerung: Mit Hilfe von peripher muskulären NIRS Messungen konnten in der vorliegenden Studie keine Unterschiede zwischen Neugeborenen mit und ohne kardiozirkulatorischer Unterstützung bewiesen sowie keine Vorhersagen bezüglich kardiozirkulatorischen und respiratorischen Kurzzeitmorbiditäten bei Früh- und Neugeborenen getroffen werden.

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